Wettbewerb Kita Oberschneiding 3.Preis

Wettbewerb Kita Oberschneiding 3.Preis

Realisierungswettbewerb Neubau einer Kindertagesstätte in Oberschneiding

3.Preis  mit BL9 Landschaftsarchitekten Roser Chebulsky PartG mbB

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll:

Vier gegeneinander verschobene Gebäudekörper mit asymmetrischen Satteldächern bilden eine selbstverständliche Dachlandschaft, die angemessen auf die Umgebung reagiert. Mit der Erschließung der Anlage über die Hirtenwiesstraße kann auch der Hol- und Bringverkehr sicher abgewickelt werden. Ein paralleler Fußweg führt direkt zum Vorplatz der Kindertagesstätte, über den Haupteingang, Anlieferung Küche, eine Umfahrt Kleinbus und die Stellplätze der Fahrräder sinnvoll angebunden sind. Der Eingangsbereich des Kindergartens ist großzügig gestaltet und der im Übergang zum Verwaltungstrakt angeordnete Elternwartebereich richtig situiert. Die Kinderkrippe schließt direkt an den Eingangsbereich an und besitzt eine schlüssige Raumabfolge mit vorgelagerten Terrassen, deren Abstand zum südlich angrenzenden Kindergarten gut bemessen ist. Dieser ist als südlichster Gebäudeteil ebenso über den zentralen Mittelgang erschlossen und funktional schlüssig angeordnet. Der mittige Erschließungsgang mit seinen Aufweitungen wird günstig von oben belichtet. Östlich des Mittelgangs, gut erreichbar für die Anlieferung sind 2 Speiseräume mit der dazwischen liegenden Küche gesetzt. Der östlich liegende Hortbereich kann über den Fußweg zur Schule durch die Kinder direkt erreicht werden. Die Erweiterung der Küche ist im Grundriss nicht nachgewiesen und erscheint nicht mehr sinnvoll integrierbar zu sein. Im nördlich liegenden Verwaltungstrakt ist der Mehrzweckraum situiert. Grundsätzlich ist eine Erweiterung in den Elternwartebereich möglich. Die Lage des Mehrzweckraums ist jedoch mit erheblichen funktionellen Mängeln verbunden, da er zu weit vom Kindergartenbereich entfernt ist. Das Gebäude ist insgesamt bereits für den maximalen Ausbauzustand konzipiert. Die versetzt angeordneten Freianlagen erlauben eine selbstverständliche Zonierung und Zuordnung zu den einzelnen Gruppen. Im Süden wird das Gelände stark modelliert. Angenehm ist die dortige Situierung einer Freilichtbühne und der Sitzstufen im Übergang zur Bepflanzung. Die Hangneigung im Westen wird geschickt aufgenommen und höhenmäßig gestaffelt an die Gebäudeteile herangeführt. Ein sicherer Abfluss des Oberflächenwassers bei Starkregen in den Retentionsbereich ist hervorragend gelöst. Insgesamt überzeugt die klar strukturierte und angemessen in das Ortsbild integrierte Gesamtanlage. Aufgrund der einfachen Gebäudeformen, der eingeschossigen Bauweise, der gut geschnittenen Räume (Deckenhöhen) und der guten Tageslichtbelichtung ist zu erwarten, dass die Kindertagesstätte sowohl für die Kinder als auch für die Beschäftigten zu einem angenehmen Erlebnis-, Aufenthaltsbereich und Arbeitsumfeld werden kann. Eine wirtschaftliche Erstellung und ein wirtschaftlicher Unterhalt ist aufgrund der vorgeschlagenen Bauform und der gewählten Materialien möglich.